Chiropraktik ist eine manuelle Therapie, die sich auf die Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Störungen des Bewegungsapparats, insbesondere der Wirbelsäule, konzentriert. Der Begriff “Chiropraktik” kommt aus dem Griechischen und bedeutet „mit der Hand behandeln“ – sie basiert also auf der Anwendung von Handgriffen, um Blockaden oder Fehlstellungen in den Gelenken, vor allem in der Wirbelsäule, zu korrigieren.
Grundprinzipien der Chiropraktik:
1. Wirbelsäule und Nervensystem:
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- In der Chiropraktik wird davon ausgegangen, dass Fehlstellungen oder Blockaden (sogenannte Subluxationen) der Wirbelsäule die normale Funktion des Nervensystems stören können. Da das Nervensystem über die Nervenbahnen alle Körperfunktionen steuert, können diese Störungen zu Schmerzen und anderen Beschwerden führen.
2. Korrektur von Blockaden (Justierung):
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- Chiropraktiker verwenden gezielte manuelle Techniken, um die Subluxationen zu beheben und die Wirbel in ihre natürliche Position zurückzuführen. Dies nennt man eine „Chiropraktische Justierung“.
- Eine Justierung kann durch sanfte, schnelle Stöße oder Drehbewegungen erfolgen, die gezielt auf bestimmte Wirbel oder Gelenke ausgeführt werden.
3. Selbstheilung des Körpers:
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- Es wird davon ausgegangen, dass der Körper eine angeborene Fähigkeit zur Selbstheilung besitzt. Wenn die Blockaden in der Wirbelsäule oder den Gelenken gelöst werden, kann der Körper seine Funktionen wieder normalisieren und Schmerzen werden reduziert.
Anwendungsgebiete der Chiropraktik:
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- Rückenschmerzen: Chiropraktik wird häufig zur Behandlung von rückseitigen Beschwerden wie Hexenschuss, Ischiasschmerzen oder Muskelverspannungen eingesetzt.
- Nackenschmerzen: Blockaden oder Fehlstellungen in der Halswirbelsäule können zu Nackenverspannungen, Kopfschmerzen und Migräne führen.
- Kopfschmerzen und Migräne: Manche Arten von Kopfschmerzen können durch Wirbelsäulen- oder Nackenblockaden ausgelöst werden, die durch chiropraktische Justierungen gelindert werden können.
- Gelenkbeschwerden: Bei Beschwerden in anderen Gelenken, wie z. B. den Schultern, Hüften oder Kniegelenken, kann Chiropraktik ebenfalls eine hilfreiche Therapie sein.
- Sportverletzungen: Chiropraktik kann zur Rehabilitation von Verletzungen beitragen und den Heilungsprozess unterstützen, indem sie die Bewegung und Funktion der betroffenen Gelenke wiederherstellt.
Häufige Behandlungstechniken:
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- Manipulation: Eine gezielte, schnelle Bewegung, um Blockaden zu lösen und die Gelenke wieder in ihre richtige Position zu bringen.
- Mobilisation: Sanfte Bewegungen, um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhöhen, ohne die Intensität einer Manipulation zu erreichen.
- Dehnungen und Muskelfunktionstechniken: Zur Entspannung und Stärkung der Muskulatur rund um die Wirbelsäule oder andere Gelenke.

