Die Sympathikus-Therapie nach Heesch ist ein Konzept, das sich auf die Regulierung des Sympathikus, also des Teil des autonomen Nervensystems, konzentriert. Der Sympathikus ist verantwortlich für die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion, bei der der Körper in Stresssituationen aktiviert wird (z. B. bei Angst, Belastung oder körperlicher Anstrengung). Bei einer dauerhaften Überaktivität des Sympathikus können jedoch Stresssymptome und gesundheitliche Probleme entstehen, wie Bluthochdruck, Schlafstörungen oder chronische Schmerzen.
Ziel der Sympathikus-Therapie:
Das Ziel dieser Therapie ist es, den Sympathikus zu regulieren, um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, und die Parasympathikus-Aktivität zu fördern. Der Parasympathikus sorgt für Entspannung, Erholung und Regeneration, die für die Heilung und das Wohlbefinden wichtig sind.
Grundprinzipien:
1. Aktivierung des Parasympathikus:
Durch gezielte Maßnahmen wie Atemübungen, körperliche Entspannung und bestimmte manuelle Techniken soll der Parasympathikus angeregt werden. Dies hilft, den Körper in einen entspannten Zustand zu versetzen und die übermäßige Aktivierung des Sympathikus zu reduzieren.
2. Manuelle Techniken:
Heerscharen entwickelte spezifische manuelle Techniken, um die Spannungen im Körper zu lösen und die Selbstregulation zu fördern. Dazu gehören sanfte Drucktechniken, die den Fluss von Energie und Flüssigkeiten im Körper anregen und so die Balance zwischen den beiden Teilen des vegetativen Nervensystems herstellen.
3. Stressbewältigung:
Ein zentraler Punkt der Therapie ist es, durch Stressbewältigungstechniken und psychologische Unterstützung zu verhindern, dass der Sympathikus in eine chronische Überaktivität gerät.
Anwendung:
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- Chronische Schmerzen: Besonders bei Patienten, die an chronischen Schmerzsyndromen leiden, wird die Sympathikus-Therapie oft eingesetzt, um den Schmerz zu lindern und die Lebensqualität zu steigern.
- Stressbedingte Symptome: Sie wird ebenfalls zur Behandlung von stressbedingten Beschwerden wie Verspannungen, Angstzuständen oder Schlafstörungen genutzt.
Fazit:
Die Sympathikus-Therapie nach Dr. Heesch ist eine ganzheitliche Methode zur Wiederherstellung des Nervensystemgleichgewichts. Sie zielt darauf ab, den Körper aus einem übermäßigen Stresszustand zu befreien und eine bessere Regeneration zu ermöglichen, was langfristig zu einer Verbesserung des körperlichen und psychischen Wohlbefindens führen kann.

